Pressestatement

Dresden, 13. November 2018

Zur Debatte um eine von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) angekündigte Neuordnung des öffentlichen Personennahverkehrs und Einführung eines Azubi-Tickets
erklärt der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer:

„Mit einigem Unmut verfolgt das sächsische Handwerk die öffentlich ausgetragene Auseinandersetzung zwischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) und sächsischen Landräten zur möglichen Gründung einer Landesverkehrsgesellschaft, um somit den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Freistaat neu zu ordnen.

Ohne uns in Strukturdiskussionen einmischen zu wollen: Knapp ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl im Freistaat befürchten wir vielmehr, dass auf diese Weise im CDU/SPD-Koalitionsvertrag für bis August 2019 fest zugesagte Projekte, wie die Einführung eines kostengünstigen Azubi-Tickets, auf den Sankt-Nimmerleins-Tag hinausgeschoben werden.  

Ein solcher Vertrauensbruch wäre fatal – und im Übrigen auch kein Ausweis für seriöse Politik. Aus Gesprächen mit Kommunalpolitikern wissen wir, dass der Einführung eines Azubi-Tickets für weniger als 50 Euro pro Lehrling und Verkehrsverbund ab 2019 eigentlich nichts mehr im Wege steht. Zumal auch die entsprechenden Mehrausgaben im Landeshaushalt längst eingepreist sind.

Um Betrieb und Berufsschule im Rahmen ihrer Ausbildung erreichen zu können, sind vor allem unsere Lehrlinge im ländlichen Raum auf einen bezahlbaren ÖPNV verbundübergreifend angewiesen. – Die Landespolitik muss jetzt Farbe bekennen! An einem Azubi-Ticket für unter 50 Euro noch in der laufenden Legislaturperiode führt kein Weg vorbei!“

Bild: Handwerkstag-Präsident Roland Ermer (Foto: Sächsischer Handwerkstag/Wolfgang Schmidt)

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