Pressestatement

Dresden, 27. November 2018

Zur Debatte um die Sinnhaftigkeit sogenannter Kopfnoten in Zeugnissen allgemeinbildender Oberschulen
erklärt der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer:

„Über eine solche Diskussion können Inhaber von Ausbildungsbetrieben im Handwerk eigentlich nur den Kopf schütteln. Denn wir haben es seinerzeit ausdrücklich als sinnstiftend empfunden und begrüßt, dass Sachsen ab dem Schuljahr 2000/2001 die sogenannten Kopfnoten (für Betragen, Fleiß, Mitarbeit und Ordnung) in den Schulzeugnissen wieder eingeführt hat.

Wir halten die ganze Aufregung um dieses Thema und die hier ins Feld geführten Gegenargumente für völlig überzogen. Denn natürlich entscheidet kein Ausbildungsbetrieb ausschließlich auf Basis von Kopfnoten in einem Schulzeugnis, ob mit einem Ausbildungsplatz-Bewerber ein Vertrag zustande kommt oder nicht.

Und dennoch haben unserer Erfahrung nach Bewertungen von Sekundärtugenden im Kontext mit den attestierten Fachnoten durchaus einen Aussagewert. Denn diese geben einen ersten Anhaltspunkt über den bisherigen Werdegang des potenziellen Azubis. Letztlich wird es aber immer auf den persönlichen Gesamteindruck eines Lehrstellen-Bewerbers ankommen. Und oft genug platzt bei jungen Menschen in puncto Leistungsbereitschaft, Ehrgeiz und Verlässlichkeit der berühmte Knoten ohnehin erst in der Ausbildungs- und Arbeitswelt. 

Unterm Strich: Wir sind dafür, dass in Sachsen das Kopfnoten-Prinzip in Schulzeugnissen beibehalten wird.“

Bild: Handwerkstag-Präsident Roland Ermer (Foto: Sächsischer Handwerkstag/Wolfgang Schmidt)

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