Pressestatement

Dresden, 4. Juni 2020

Zu dem von der Bundesregierung verabschiedeten milliardenschweren Konjunkturpaket zwecks Abwendung einer Rezession infolge der Corona-Krise erklärt der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer:

„Auch wenn die Corona-Krise längst noch nicht überstanden ist: Dass sich die Koalitionsspitzen in Berlin am Mittwoch nach zähem Ringen auf ein Konjunkturpaket für 2020 und 2021 im Umfang von 130 Milliarden Euro verständigt haben, ist aus Handwerkssicht unbedingt zu begrüßen.

Der Handlungskatalog enthält eine Vielzahl an Maßnahmen, die dazu beitragen dürften, dass bislang gesunde Unternehmen aus Handwerk und Mittelstand nicht unverschuldet in eine Schieflage oder gar ins existenzielle Aus abzurutschen drohen. Zu nennen sind hier unter anderem die vorübergehende Senkung von Mehrwertsteuersätzen ebenso wie die Unternehmen eingeräumte Möglichkeit, steuerrechtlich eine vorgezogene Verlustrechnung geltend zu machen. Denn dies verschafft auch kleinen Unternehmen, denen krisenbedingt die Mittel ausgehen, einen finanziellen Puffer. Auch die degressiven Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen sind positiv.   

Abzuwarten bleibt dennoch, ob mit den Maßnahmen all die Effekte tatsächlich erreicht werden, die beabsichtigt sind. Eine Chance, die Liquidität von Unternehmen zu schonen, wurde allerdings vertan: Die Regelung zur Vorfälligkeit von Sozialversicherungsbeiträgen – einst unter Rot-Grün 2005 eingeführt, um die klammen Rentenkassen zu stützen – gilt in dieser schwersten Krise seit Ende des zweiten Weltkriegs weiterhin. Schade.“

 

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