Presseinformation

Dresden, 15. Februar 2021

Zahl der Handwerksbetriebe in Sachsen trotz Corona relativ stabil
Ab- und Neuanmeldungen von Betrieben überwiegend ausgewogen – Anteil von Betrieben mit qualifikationsgebundenem Berufszugang bei fast 75 Prozent

Im sächsischen Handwerk ist der Bestand an Betrieben trotz Corona-Krise 2020 weitgehend stabil geblieben. Wie aus der Wirtschaftsstatistik des Sächsischen Handwerkstages hervorgeht, hielten sich Ab- und Anmeldungen von Betrieben zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2020 über alle Gewerbegruppen hinweg weitgehend die Waage (Zugänge: 3.784; Abgänge: 3.909). Damit waren bei den Handwerkskammern Ende 2020 sachsenweit 56.545 Handwerksbetriebe und handwerksähnliche Gewerbe gemeldet.

„Vor voreiligen Rückschlüssen auf die tatsächliche Lage der Betriebe sollten wir uns dennoch hüten. Niemand weiß derzeit zu sagen, was kommt, wenn keine staatlichen Corona-Hilfen mehr greifen und die aktuell ausgesetzte Insolvenzantragspflicht wieder gilt“, so Handwerkstag-Präsident Roland Ermer. „Wir können nur hoffen, dass es so vielen coronageschädigten Handwerksbetrieben wie möglich gelingt, einem wirtschaftlichen Aus zu entgehen.“ 

Unabhängig von Corona dominierten im Sachsen-Handwerk 2020 alters- und strukturwandelbedingte Gewerbeabmeldungen, die vor allem im ländlichen Raum (Erzgebirge, Mittelsachsen, Oberlausitz) zum Tragen kamen. Deutlich rückläufig ist weiterhin die Zahl zulassungspflichtiger Handwerke, also jener, die nur von Inhabern mit Befähigungsnachweis (z.B. Meisterbrief) ausgeübt werden dürfen. Mehr Zu- als Abgänge verzeichneten dagegen zulassungsfreie Handwerke sowie handwerksähnliche Gewerbe.

Da seit Februar 2020 zusätzlich zwölf Handwerke dem qualifikationsgebundenen Berufszugang unterliegen, wird die Unternehmenslandschaft im Wirtschaftsbereich nunmehr zu knapp 75 Prozent von zulassungspflichtigen Handwerken geprägt. Beschäftigt sind bei der sächsischen „Wirtschaftsmacht von nebenan“ mehr als 300.000 Menschen.

          

 

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