Pressestatement

Dresden, 23. März 2021

Zu der von Bund und Ländern in der Nacht zu Dienstag getroffenen Vereinbarung, den bisherigen harten Lockdown über Ostern hinaus zu verlängern bzw. vorübergehend sogar zu verschärfen, erklärt der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer:

„Sachsens Handwerkerinnen und Handwerker sind geschockt. Wir sind sprachlos. Das Krisenmanagement der politisch Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bleibt unbefriedigend. Nach wie vor ist ein Licht am Ende des Tunnels nicht erkennbar.

Statt endlich die Hausaufgaben zu machen und konsequent dafür zu sorgen, dass Versäumnisse in der Impfstoffbeschaffung, in der chaotischen Impfbürokratie sowie in einer viel zu lange hinausgezögerten Einbeziehung von Haus-, Fach- und Betriebsärzten beim Impfen der Vergangenheit angehören, konfrontieren Bund und Länder die Bevölkerung mit immer größeren Zumutungen.

Viele Unternehmer, Beschäftigte, Azubis aus Kleinst- und Kleinbetrieben des Handwerks sind mittlerweile erschöpft, verzweifelt. Es ist unfassbar, dass von der Politik bislang nichts Konstruktiveres kommt, als auf Verschärfung des harten Dauer-Lockdowns über die Osterfeiertage zu setzen. Wer ersetzt Unternehmen eigentlich Kosten und Umsatzausfälle für die zwischen Gründonnerstag und Karsamstag verordnete `Ruhepause´?

Es ist ein Trauerspiel: Wenn dann die von der Politik stets vollmundig versprochenen Überbrückungshilfen für die von Zwangsschließungen betroffenen Unternehmen auch noch stocken oder ganz ausbleiben, muss man sich nicht wundern, wenn mehr Unternehmen auf der Strecke bleiben als befürchtet. Noch weiß niemand, wie viele Firmen- und Familienschicksale letztlich hiervon betroffen sein werden.“

 

Pressekontakt:
Sächsischer Handwerkstag
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